Diskussion UM Gesetze

In Österreich gab es mächtig Furore. Grund dafür: Ein Zeitungsbericht. Aus diesem ging hervor, dass der österreichische Bürgermeister Michael Häupl den Plan hatte, das aktuell herrschende Glücksspiel-Gesetz aufzuweichen.

Diskussion UM Gesetze

Zuständig ist Häupl für die Landeshauptstadt Wien. Laut ihm soll es die Möglichkeit geben, so genannte „gläserne Salons“, Spielhallen mit höchster Transparenz zu schaffen. Dort müssten dann nur noch schärfere Kontrollen durchgeführt werden, um Spielsucht zu verhindern und den Jugendschutz zu gewährleisten. Unter dieser Planung wäre es möglich, das kleine Glücksspiel künftig weiterhin zu erlauben.

Hätte sich der Bürgermeister tatsächlich dafür einsetzen wollen, gäbe es das eigentlich geplante Totalverbot von kleinem Glücksspiel nicht mehr. Das allerdings wurde gleich einen Tag später von einem Pressesprecher dementiert, der im Auftrag von Michael Häupl Frage und Antwort zu diesem Bericht stand. Er redete in dem Interview von einem Missverständnis. Schlussendlich stirbt damit die Hoffnung aller Glücksspieler und Betreiber von den bisherigen Salons, denn man hat weiterhin den Beschluss vom Landesparteitag im Blick und wird diesen auch strikt durchziehen. Eine Aufweichung des Gesetzes gibt es demnach definitiv nicht.

Aus Für Kleines Glücksspiel Besiegelt

Grund für die Aufruhe am vergangenen Dienstag war eine Aussage von Seiten des Wiener Bürgermeisters, die sich nicht auf das kleine Glücksspiel im Allgemeinen bezog, sondern auf Spiellokale, die über eine Bundeslizenz verfügen und somit nicht komplett „entfernt“ werden können. Hier will man sich in Zukunft um mehr Sicherheit für die Kunden kümmern, den Spielerschutz deutlich verbessern und dabei vor allen Dingen auf die Jugendlichen achten, die keinen Zutritt zu diesen Lokalen bekommen sollen. Was aber eine neue Art „Kleines Glücksspiel“ mit mehr Transparenz und besseren Richtlinien angeht, gibt es klare Beschlüsse. Spielraum bietet sich für das Aufweichen des Kleinen Glücksspiels nicht. Dieses ist ab kommendem Jahr definitiv verboten. Für Automatenbetreiber wird es demnach auch keine Verlängerung der aktuell bestehenden Lizenzen geben.

Pressesprecher Dementiert Gerüchte

Schlussendlich gibt es natürlich genügend lizenzierte Spielbanken, in denen sich Kunden nach Herzenslust „austoben“ können. David Ellensohn, Klub-Obmann der Partei Die Grünen, macht klar, dass Spieler ihr Geld auch ohne das kleine Glücksspiel ausgeben können, wie sie es wollen. Rund 1.500 Geräte stehen nach dem Schluss der Spielsalons in den Casinos bereit. Dazu gehören Betriebe der Casinos Austria, wobei aktuell noch nicht klar ist, an wen die künftigen Konzessionen vergeben werden. Schließlich hofft die Novomatic noch immer darauf, bald Fuß in Österreich fassen und ihr Geschäft ausweiten zu können.